Degility - mein Herzensprojekt
 

Als ich vor vielen Jahren meine HP gestaltet habe, gab es unter „Trainingangebot“ einen Button der hieß „Zukunftsvision“. Ich wusste schon damals, dass ich unbedingt, wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist, einen Degility-Parcours bauen möchte. Nun ist es endlich soweit, und darüber freue ich mich wirklich sehr! Ab Juni 2019 werde ich das Degility-Training montags fest in mein Programm aufnehmen. Den Trainerschein hierfür habe ich bereits in 2013 gemacht, und das Thema hat mich seit dem nicht mehr losgelassen.

Degility ist für alle Hunde ein tolles Training. Für junge und alte, für kleine und große, für Hunde mit und ohne Handicap. Ganz besonders möchte ich mit diesem Angebot auch die Hundehalter ansprechen, die viele Jahre mit ihren Hunden trainiert haben. Egal ob Agility, Dummy, Trailen oder was auch immer. Irgendwann kommt der Tag, da kann der Hund aufgrund seines Alters oder gesundheitlicher Einschränkungen den geliebten Sport nicht mehr ausführen. Sowohl Hund wie auch Mensch können dann regelrecht in ein Loch fallen. Die gemeinsame Aktivität fehlt und selbst besonders attraktive Spaziergänge füllen die Lücke nicht ausreichend. Degility kann diese Lücke schließen, denn es gibt hier unendlich viele Möglichkeiten den Hund sinnvoll zu bewegen und zu beschäftigen, ohne ihn zu überfordern. Die Gesichter sprechen Bände, wenn man solch ein Team auf dem Degility-Platz beobachtet. Da geht einem direkt das Herz auf.

Beim Degility ist höher, weiter, schneller nicht gewünscht, ganz im Gegenteil. Es geht um langsame und sehr bewusste Bewegungen, um Gymnastizierung, Entwicklung von Körpergefühl und Gesunderhaltung des Hundes. Das Training ist für Körper und Geist gleichermaßen wertvoll. Ängstliche Hunde wachsen an den bewältigten Aufgaben. Forsche Hunde bewegen sich langsamer und bewusster. Hektische Hunde werden ruhiger und konzentrierter und die ganz ruhigen, die kann man sehr wohl einmal aus der Reserve und Komfortzone locken.

Die gemeinsame Arbeit im Parcours stärkt Bindung und Beziehung. Es ist anspruchsvoll für Mensch und Hund, ohne dabei auch nur im Ansatz Leistungsdruck zu verbreiten. Ehrgeiz ist hier völlig fehl am Platz. Niemals darf ein Hund mit Druck gearbeitet oder über ein Hindernis gedrängt werden, wenn er dieses nicht bewältigen möchte. Hier ist Geduld vom Halter gefragt und die Überprüfung, warum der Hund nicht mitmachen möchte. Somit wird auch der Halter geschult bei seinem Blick auf den Hund. Wann blockiert er Bewegungen, wann treibt er zu sehr an. Wie kann er seinen Hund voran bringen und wann muss er sich zurücknehmen.

Degility ist eine absolut runde Sache, die unglaublich viel Spaß macht!

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